Donnerstag fand in Salzburg die traditionelle Wahl der Salzburger Nachrichten für die Sportler und Sportlerinnen der Saison 2025/26 statt. Für den OSV gab es in diesem Jahr gleich drei Nominierungen. Plamen Ryaskov war in der Kategorie Trainer des Jahres nominiert und erhielt für seine konsequente und erfolgreiche Aufbauarbeiten mit seinen Schwimmern den Leonidas in Silber. Seine beiden Schützlinge Luka Mladenovic und Luca Karl, die Plamen jeweils bis in die Weltspitze brachte, waren in der Kategorie Sportler des Jahres auf der long-list. Luka Mladenovic ist extra für die Gala aus den USA angereist und erhielt für seinen Finaleinzug bei der WM in Singapur, seine großen Erfolge im internationalen Nachwuchsbereich und die herausragenden Leistungen zuletzt bei den Big-Ten und NCAA-Championships in den USA den Leonidas in Bronze.
„Ich widme meine Trophäe unserem verstorbenen Sportdirektor Walter Bär“
Für Plamen Ryaskov war es bereits der vierte Leonidas der SN. Der Coach hält bereits bei zweimal Silber und zweimal Bronze. Bei der Überreichung der Preise würdigte Plamen auf der großen Gala-Bühne in Anwesenheit der gesamten österreichischen Sport-Prominenz nochmals die Arbeit von Walter Bär. Er widmete seinen Leonidas unter großem Beifall dem erst kürzlich überraschend verstorbenen OSV-Sportdirektor: „Ich widme diesen Preis dem Walter, weil er sich den verdient. Walter ist eine Größe im österreichischen Schwimmsport. Ohne ihn wären wir wahrscheinlich gar nicht so weit gekommen. Er war nicht nur Freund, er war Organisator, helfende Hand, System-Errichter, Förderer. Er war alles, was man in diesem Sport braucht. Wir werden Walter sehr vermissen und er wird ein großes Loch hinterlassen.“
„Ich bin sehr glücklich und dankbar für diese Auszeichnung“
Plamen Ryaskov ist bei der SN-Gala fast schon Dauergast und jedes Jahr wegen der Leistungen seiner Mannschaft auf der long-list der Ehrung zu finden. „Es macht mich wahnsinnig stolz, weil man sieht, dass die Arbeit funktioniert, dass das Team funktioniert und alles wertgeschätzt wird. Und das in einer quasi Randsportart im Vergleich zu Fußball oder Ski. Es macht mich extrem happy und überglücklich und es soll und darf so weitergehen. Diese Auszeichnung zeigt meine Liebe zum Sport, und meine Freude mit jungen und motivierten Sportlern zu arbeiten. Das spornt mich jeden Tag aufs Neue an. Für die Erfolge seiner Mannschaft lebt ein Trainer. Das macht es aus.“
„Salzburg ist meine Heimat und ich bin sehr stolz auf diese Auszeichnung“
Luka Mladenovic war bereits „Rookie of the Year“ bei der SN-Gala. Diesmal durfte er erstmals einen großen Leonidas in Bronze in der Kategorie Sportler des Jahres mit nach Hause nehmen. Eine Auszeichnung, die ihn mit großem Stolz erfüllt und für die er eigens aus den USA angereist ist: „Es bedeutet mir sehr viel. Ich glaube, man kann es daran sehen, dass ich extra aus Amerika hierher geflogen bin. Es ist ein Highlight des Jahres mit allen Sportlern hier zusammenzukommen und jetzt auch noch geehrt zu werden. Es gibt mir sehr viel Selbstvertrauen und Motivation, dass ich noch besser werde, sportlich noch mehr erreiche und nochmals hier auf der Bühne stehen darf. Es zeigt auch, dass andere meine Arbeit und meine Erfolge wertschätzen und dass ich gesehen werde. Den Bronzenen gewonnen zu haben, ist eine große Ehre, auch wieder auf der Bühne gestanden zu sein. Ich freu mich extrem. Es ist Heimat. Ich freue mich, die Trainer wiederzusehen und die Teamkollegen und ein paar Tage wieder hier zu trainieren.“
„Top 5 bei der EM in Paris wäre ein Highlight für mich“
Für Luka geht es jetzt nochmal für ein paar Tage in die USA. Es sind noch einigen Prüfungen zu absolvieren. Ab Mai ist er dann zurück in Österreich und wird sich hier mit seinen Coaches auf die EM im Sommer in Paris vorbereiten: „Noch ist alles offen, weil ich mich noch für kein College entschieden habe, wo ich hin wechsle. Dass muss ich noch mit dem Trainer besprechen. Jetzt ist einmal geplant, Anfang Mai wieder herzukommen, mit dem Salzburger Team zu trainieren und mich hier auf die EM vorzubereiten. Als Ziel würde ich dafür die Top 5 sehen. Das wäre ein Highlight für mich. Ich bin bei einer EM auf der Langbahn noch nie im Finale gestanden. Also erstmal ins Finale kommen und dann, wenn man die Chance hat und eine Bahn, dann kann alles passieren.“