Skip to main content

Mladenovic und Berger im EM-Semifinale

Erste Finalsession für den OSV in Paris

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten in den ersten beiden Tagen haben am Mittwoch zwei OSV-Athleten bei der EM in Paris den Einzug ins Semifinale geschafft. Luka Mladenovic in 2:10,53 über 200 Brust ganz sicher als Achter, Iris Julia Berger in 1:59,19 über 200 Freistil ganz knapp als 16. Lukas Edl haben trotz persönlicher Bestzeit in 52,20 über 100 Schmetterling hauchdünne 0,13 Sekunden auf das Semifinale gefehlt. Simon Bucher und Martin Espernberger sind im Vorauf ausgeschieden. Wie auch die weiteren OSV-Starter am MittwochDer ORF überträgt alle EM-Bewerbe LIVE. Die Vorläufe mit allen OSV-Starts in ORF 1 (ab 9:20 Uhr), die Final-Sessions in ORF Sport+ (ab 18:30 Uhr).

Mladenovic: „Ich habe versucht Energie für den Nachmittag einzusparen“
„Mit dem Vormittag bin ich einigermaßen zufrieden. Es war hinten raus auch kein Schlusssprint. Ich habe nach 150 gemerkt, dass ich vorne mit dabei bin, habe versucht, lange zu bleiben und die Energie für den Nachmittag einzusparen. Deswegen bin ich echt zufrieden, dass ich weitergekommen bin. Mit der Zeit auch, fast an die Bestzeit in der Früh. Man weiß, in der Früh bin ich nicht der Beste, deswegen bin ich zufrieden. Es wird im Semifinale auf jeden Fall sehr eng. Die Topathleten sind nicht an ihre Bestzeiten rangekommen. 200 ist eher taktisch am Vormittag. Es wird auf jeden Fall noch viel schneller werden. Ich glaube, dass man 2:08 für das Finale braucht. Ich versuche mein Bestes und meine Bestzeit zu drücken. Zuvor war das bei einer EM noch sie so knapp und so eine große Dichte. Umso mehr freue ich mich, dass ich jetzt im Semi stehe und am Nachmittag zeigen kann, was ich draufhabe.“

Berger: „Ich hoffe, dass ich heute Abend noch was rausholen kann“

„Ich bin eigentlich gar nicht zufrieden. Ich verstehe nicht, warum ich nur diese Zeiten schwimme, weil ich im Training deutlich besser bin. Auch in Singapur war ich eine Sekunde schneller am Vormittag. Es ist zu schmerzhaft für diese Zeit. Aber glücklicherweise bin ich als Letzte im Semifinale. Deswegen hoffe ich, dass ich heute Abend noch was rausholen kann. Ich habe aber absolut keine Ahnung, was ich wirklich schwimmen kann. Ich bin zwar als letzte drinnen, aber man kann auch auf der letzten Bahn gute Zeiten schwimmen. Ich bin abends immer schneller, deshalb bin ich froh, nochmals die Gelegenheit zu haben, zu schwimmen, und zu zeigen, was ich wirklich draufhabe.“

Edl: „Mich ärgert eher, dass ich eine gute Zeit verschenkt habe“
„Ich habe mich über die Zeit gefreut, hab mir daher dann gedacht, bei allem, was im Rennen schief gegangen ist, wieviel besser das hätte sein können. Ob ich in einem Semifinale bin, das wäre für mich nur ein Bonus gewesen. Ich habe damit im Vorhinein gar nicht gerechnet. Mich ärgert eher, dass ich eine gute Zeit verschenkt habe.“ Lukas ist aktuell in einigen Disziplinen schnellster Österreicher: „Es freut mich, dass es über verschiedene Lagen so gut rennt. Obwohl viel nicht perfekt gelaufen ist und überall viel Potential versteckt ist. Mit der Einstellung gehe ich jetzt in die kommenden Rennen.“ Es kommen noch einige Disziplinen hier in Paris: „Ich merkt schon, dass ein, zwei Rennen am Tag gut reinhauen können. Aber ich hole das Beste heraus und für mich ist es manchmal sogar leichter, wenn ich sagen kann, ich habe noch mehrere Chancen.“

Bucher: „Ich fühle mich gerade nicht in der Lage in der Staffel richtig schnell zu schwimmen“
„Ich bin wirklich sehr enttäuscht. Ich habe mir nach dem 50er gedacht, vielleicht kann ich mit dem 100er Zug ein bisschen lockerer, aber schneller schwimmen. So, wie ich es nach dem 50er immer gesagt habe. Ist leider nicht so aufgegangen. Der erste 50er war schon sehr zäh, der zweite umso härter. Ich habe schon gemerkt, wie die Gegner an mir vorbeiziehen, habe aber trotzdem noch alles gegeben, weil aufgeben tu ich nicht. Deshalb weiß ich auch, dass ich wieder stärker zurückkommen werde.“ In den OSV-Staffeln war Bucher bisher immer gesetzt. Hier in Paris könnte es eng werden: „Da müssen wir noch schauen. Der Lukas ist momentan der Schnellste. Ich fühle mich jetzt gerade nicht in der Lage, dass ich in der Staffel richtig schnell schwimmen kann.“

OSV-Programm, Mittwoch, 12.8.
200 Freistil 
Iris Julia Berger – 1:59,19 (als 16. im Semifinale um 18:30 Uhr)
Marlene Kahler - 2:01,28 (31.)
Nida Omid 2:03,77 (41.)
100 Schmetterling
Lukas Edl – 52,20 (22.)
Simon Bucher – 52,37 (26.)
Martin Espernberger – 53,32 (40.)
200 Brust
Luka Mladenovic – 2:10,53 (als 8. im Semifinale um 19:04)
Noah Zemansky – 2:17,16 (38.)
Laurin Korber-Perner – 2:18,43 (39.)
400 Lagen
Aviva Hollinsky – 4:52,64 (13.)