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Luka Mladenovic in Topform

Der US-Student ist ein großes Versprechen für die Schwimm-EM in Paris

Luka Mladenovic präsentierte sich aktuell bei den Wettkämpfen in den USA in absoluter Topform. Der Salzburger, der seit Sommer 2025 in den USA studiert, hat bei den NCAA-Championships ein weiteres großes Ausrufezeichen in seiner bisher sehr erfolgreichen Karriere gesetzt. Der 21-jährige gewann in der Nacht auf Samstag im McAuley Aquatic Center von Atlanta auf der Yard-Strecke über 200 Brust mit einem großartigen Finish und persönlicher Bestzeit von 1:49,34 NCAA-Bronze hinter Yamato Okadome (California/JPN) und Josh Bey (Indiana/USA) und war schnellster Europäer. „Ich finde es echt cool, dass es momentan wirklich gut läuft, obwohl ich mir eigentlich nicht erklären kann, wieso. Schon vor der WM in Singapur habe ich einen großen Leistungssprung gemacht, habe Muskeln aufgebaut und meine Technik verbessert. Seither geht es stetig bergauf.“

Formkurve zeigt steil nach oben
Über 100-Yards Brust schwamm der WM-Finalist von Singapur in 50,47 mit Platz fünf und mit neuem School-Record auch ins NCAA-Finale. Beim Big Ten Meeting Ende Februar in Madison, Wisconsin, feierte Luka gleich zwei Siege über 100 und 200 Yards Brust und bescherte seiner University of Michigan über die Burst-Strecken den ersten Sieg bei den Big Ten Championships seit Bruno Ortiz 2015. In seiner aktuellen Form zählt der Salzburger bei der EM im Sommer in Paris auf allen Brust-Strecken zum erweiterten Favoritenkreis: „Die Langbahn ist natürlich etwas anderes als die Kurzbahn, aber mein Ziel bei der EM ist auf jeden Fall das Finale. Ich denke, dass zumindest ein Podium drinnen ist. Dazu muss allerdings alles passen.“ 

Und es geht noch mehr
Trotz seiner jüngsten Erfolge sieht der US-Student noch Potential: „Ich hatte mir bei den NCAA-Championships eigentlich mehr erwartet und bin gar nicht so zufrieden. Ich kann und will definitiv noch mehr, da ist mehr drinnen. Ich muss es schaffen, mich von außen nicht so sehr beeinflussen zu lassen, das ist nicht gut. Es ist wichtig, mich mehr auf mich zu konzentrieren und mein eigenes Ding machen.“ Auch an der Technik und Schnelligkeit muss noch gearbeitet werden, um das angesprochene Potential voll auszuschöpfen: „Hinten raus auf den letzten Längen und Metern habe ich kein Problem, da werde ich immer schneller. Mir fehlt die Geschwindigkeit am Anfang. Da bin ich zu ängstlich und daher zu langsam. Das muss ich abstellen. Bis zur EM gibt es noch einiges zu verbessern, am Start, an der ersten Rennhälfte und an der Wende. Da kann ich noch einiges rausholen.“

UNI-Wechsel steht bevor
Das wird Luka allerdings nicht mehr in Michigan machen, denn die jetzige Universität ist für den 21-jährigen nach nur einem Jahr bald schon wieder Geschichte. Im April wird er wechseln. Wohin, steht noch nicht fest. Seine erste Wahl wäre Texas. „Man hat mir in Michigan bessere Umstände versprochen. Mir fehlen hier die Gegner. Es fehlt auf meinen Strecken die Konkurrenz, um mich weiterzuentwickeln. Und auch die Kost ist nicht gut. Bis zur EM muss ich unbedingt noch ein paar Kilo abnehmen. Das Essen hier in den USA, speziell auf dem Campus, ist nicht das Beste. Im ersten Jahr musst du ja im Internat wohnen und hier gibt es nur Burger, Pizza und anderes Fastfood. Das geht auf Dauer nicht.“

Nominierung zum SN Salzburger Sportler des Jahres
Obwohl Luka auf der Uni sehr gut aufgenommen ist und die Freundschaften, das Training und das Team perfekt funktionieren, wäre er doch gerne öfter in Österreich: „Ich habe mich in Salzburg sehr wohl gefühlt und mir gehen meine Familie und meine Freundin sehr ab. Deshalb freue ich mich, dass ich im April anlässlich der Leonidas Sportler Gala der Salzburger Nachrichten nach Ostern wieder mal nach Hause fliege und mit meinen alten Freunden, Trainern und der Familie Zeit verbringen kann.“ Und vielleicht einen Leonidas in Gold, Silber oder Bronze bei der Wahl zum „SN Sportler des Jahres 2025“ mit nach Hause nehmen kann. Einen kleinen Bruder hat Luka bereits. Nach Gold, Silber und Bronze bei der Junioren-WM in Lima wurde er 2022 zum „SN Rookie of the Year“ ausgezeichnet.