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EM-Rang 4 für Christian Giefing

Espernberger, Bayer und Mladenovic scheitern im Semifinale

Christian Giefing präsentierte sich bei seiner ersten EM erneut in absoluter Top-Form und belegte bei seiner Premiere im Finale über 200 Freistil sensationell in 1:45,14 Rang 4 und erzielte erneut ein Top-Zeit. Auf eine Medaille fehlten dem 18-jährige Youngster nur 0,27 Sekunden. Mit 200 Lagen und 400 Frestil warten noch zwei weitere Bewerbe auf den 18-jährigen Burgenländer. Valentin Bayer und Luka Mladenovic über 50 Brust sowie Martin Espernberger über 200 Schmetterling sind leider im Semifinale ausgeschieden. Samstag steigen auch die PARA-Schwimmer in die EM ein. Für Österreich sind am Wochenende Janina Falk, Andreas Onea und Andreas Ernhofer über 50 und 100 Freistil im Einsatz. Der ORF überträgt alle EM-Bewerbe LIVE. Die Vorläufe mit allen OSV-Starts in ORF 1 (ab 9:20 Uhr), die Final-Sessions in ORF Sport+ (ab 18:30 Uhr).

Giefing: „Wir sind mehr als stolz und mehr als zufrieden“
Christian Giefing hat im Konzert der Großen ganz groß aufgezeigt und ist ein großes Versprechen für die Zukunft: „Ich bin absolut stolz auf den vierten Platz, ein ganz starkes Feld hier bei der EM. Das bestätigt auch, dass ich international in der allgemeinen Klasse ganz gut angekommen bin. Ich würde gar nicht sagen, dass ich zu traurig bin. Ich meine, wir haben mehr geschafft, als wir erwartet haben. Wir sind relativ nüchtern hergekommen, haben gesagt, Semifinale wäre gut, vielleicht ein persönlicher Rekord. Dass ich auf 1:44,9 schwimme, hätten wir uns alle nicht erwartet. Dass ich ins Finale einziehe und Vierter werde, haben wir uns auch nicht erwartet. Wir sind mehr als stolz und mehr als zufrieden. Schauen wir, was nächste Saison geht. Vielleicht bei der Langbahn WM auch wieder ein Finale. Vielleicht da sogar ein wenig besser als vierter Platz. Schauen wir einmal.“ Von dem Youngster darf man in Zukunft sehr viel erwarten. Vielleicht schon hier in Paris mit der Lagen-Staffel, über 200 Lagen oder auch noch über 400 Freistil: „200 Lagen ist ein bisserl schwierig, sich einzuordnen. 400 Freistil ist auch ein richtig starkes Feld. Schauen wir was passiert. Ich habe keine Ahnung.“

Mladenovic: „Ich fühle mich einfach nicht so wohl auf den kurzen Zügen“
Nach EM-Bronze über 200 Brust hat Luka Mladenovic zumindest gehofft, auch über 50 Brust ins Finale einzuziehen. Ewas leider nicht geklappt hat: „Enttäuschend ist es auf jeden Fall. Aber, wie gesagt habe ich damit schon gerechnet. Ich fühle mich einfach nicht so wohl auf den kurzen Zügen. Es ist auch schwer umzusteigen von den 200 auf die 50. Am Rennen gestern hat es nicht gelegen. Die kurzen Züge haben die letzten vier oder fünf Wochen gar nicht gepasst. Da muss ich im Training wieder daran arbeiten, um die Spritzigkeit wieder zu bekommen. Die langen Züge funktionieren gut.“ Jetzt heißt es nochmal fokussiert auf die 4x100 Lagen Staffel am Sonntag: „Ich freue mich schon. Ich weiß noch nicht wie die Aufstellung sein wird. Ich glaube, wir sind nicht so schlecht. Die Besetzung ist gut. Ich traue uns vielleicht sogar ein Finale zu. Wenn wir alle gut performen. Möglich ist es glaube ich. Aber da muss jeder ans eine Bestzeit herankommen.“

Bayer: „Ein bisserl mehr hatte ich mir hier in Paris schon erwartet“

Valentin Bayer wollte zum Saisonabschluss nochmal richtig durchstarten. Geworden ist es eine Bestzeit über 50 Brust und ein Semifinale: „Es ist im Großen und Ganzen ein enttäuschende EM. Heute früh war super, aber ich konnte daran leider nicht anknüpfen. Das ist ein wenig schade. Ein bisserl mehr hatte ich mir erwartet. Beispielsweise auch ein Semifinale über die 100 Brust. Aber ja. Im Großen und Ganzen war es dann ganz stabil. Bestzeit in der Früh. Gutes Ende.  Jetzt geht es einmal in eine wohlverdiente Pause.

Espernberger. „Natürlich bin ich ein wenig traurig“ 

Es war schon schwierig, das Semifinale heute zu schwimmen. Es fehlt einfach die Reputation nach dem Sommer, wo ich ja auch krank war. Alles Drum und Dran, aber es passt schon so. Es kommt, wie es will und man muss einfach weitermachen und weiter trainieren Und daraus lernen.“ Die fehlende Form ist natürlich auch auf das Studium in den USA zurückzuführen: „Natürlich gehört das auch dazu. Das Studium hat ein wenig Vorrang gehabt. Weil ich ja damit abgeschlossen habe. Da hat das Training schon ein wenig leider müssen. Im Februar habe ich dazu noch die Grippe gehabt. Aber trotzdem, ich habe alles gegeben und mehr kann ich von mir selbst nicht erwarten. Ich bin natürlich schon etwas enttäuscht, aber das gehört beim Schwimmsport dazu. Man kann nicht immer nur Bestzeiten schwimmen und Finale machen. Die WM in Budapest ist natürlich ein Ziel von mir und dass ich dort auch wieder vorne mitschwinge und an meine Bestzeit herankomme. Vielleich 1:54 oder 1:52. Wir werden sehen, was passiert.“

OSV-Programm, Freitag, 14.8.
200 Freistil FINALE 
Christian Giefing – 1:45,14 (4.)
50 Brust SEMIFINALE
Valentin Bayer - 27:19 (14.)
Luka Mladenovic – 27,37 (16.)
200 Schmetterling  SEMIFINALE 
Martin Espernberger – 1:56,71 (14.)
50 Freistil 
Marlene Kahler – 26,53 (43.)
50 Brust 
Valentin Bayer – 27,06 (als 9. bereinigt 8. im SF)
Luka Mladenovic – 27,22 (als 14. bereinigt 13. im SF)
Bernhard Reitshammer – 27,77 (30.)
Jan Niedermayer – 28,44 (56.)
100 Rücken
Iris Julia Berger – 1:02,58 (28.)
200 Schmetterling
Martin Espernberger – 1:56,59 (als 10. bereinigt 9. Im SF) 
Noah Zemansky – 2:03,24 (31.)
Philipp Rizek – 2:05,62 (36.)
200 Lagen 
Nida Omid – 2:18,86 (22.)
Aviva Hollinsky – 2:19,02 (23.)