Nach Bronze von Luka Mladenovic über 100 Brust gewinnt Österreich die zweite Medaille bei der Kurzbahn-EM in Lublin. Heiko Gigler holte in einem packenden und sehr engen Rennen in 51,60 Bronze über 100 Lagen. Für Gigler ist es eine höchst emotionale Medaille, denn es ist in seiner langen Karriere seine erste Einzel-Medaille bei einem Großevent, nachdem er trotz vieler Finalteilnahmen oft nur auf den Rängen platziert war und das Nachsehen hatte. Luka Mladenovic holte in 51,63 diesmal „nur“ Rang vier, zeigte aber einmal mehr sein großes Potential. Auch danach im Semifinale über 200 Brust, wo er als Vierter in 2:03,42 mit neuem Ö-Rekord in seine drittes EM-Finale in Lublin einzog. Das schaffte auch Simon Bucher über 100 Schmetterling. Der Tiroler belegte im Semifinale über 100 Schmetterling in 49,92 Rang fünf. Lukas Edl (13.) schied aus. Die EM-Vorläufe beginnen um 10.00 Uhr, die Finalläufe um 19.00 Uhr. LIVE-Bilder gibt es auf EUROVISIONSPORT.
Heiko Gigler: „Alles, was man geopfert hat, hat endlich einen Sinn gefunden“
„Mir ist ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. Ich bin schon so oft gescheitert. Dass es jetzt hingehauen hat, ist umso schöner, weil es einfach ein schöner Jahresabschluss ist. Der Wettkampf geht schon noch weiter, aber das habe ich jetzt gebraucht. Dass es genau in so einem Jahr hinhaut, in dem ich es echt schwer gehabt habe, zeigt, dass man dranbleiben muss. Die ganze harte Arbeit, das Training, alles, was man geopfert hat, hat endlich einen Sinn gefunden. Ich freue mich irrsinnig auf die Medaille. Und wie man merkt, bin ich einfach sprachlos.“
Luka Mladenovic: „Ich vergönne es dem Heiko richtig. So, als wäre ich Dritter geworden“
„Es war schon sehr knapp. Ich habe leider kein gutes Rennen erwischt. Die Rücken Brust Wende war zu lang. Es war trotzdem eine recht gute Zeit. Ich vergönne es dem Heiko aber richtig. So, als wäre ich Dritter geworden. Ich freue mich, dass es bei ihm geklappt hat.“ Dafür steht Luka über 200 Brust in seinem dritten Finale, mit der nächsten Chance auf eine Medaille: „Das heutige Semifinale war nicht all out geschwommen, da waren noch ein paar Reserven dabei. Morgen wird das Rennen definitiv schneller werden als mein Semifinale. Einfach mitgehen mit den Jungs und schauen, was hinten raus passiert. Ich freue mich, wieder im Finale zu sein. Was jetzt noch kommt, ist nur noch Bonus. Ich habe mein Soll mit einer EM-Medaille erfüllt.“
Simon Bucher: „Ich bin froh, dass ich unter 50 war und im Finale stehe“
Simon Bucher war nach dem Ausscheiden über 50 Schmetterling sauer. Heute schaffte er locker trotz Fehlern den Final-Einzug über 100 Schmetterling: Ich bin froh, dass ich jetzt ins Finale gekommen bin. Ganz zufrieden mit dem Rennen bin ich nicht. Ich bin es eigentlich gleich blöd geschwommen, wie am Vormittag. Eigentlich wollte ich es anders machen. Aber ich bin froh, dass ich unter 50 war und dass ich den Schritt ins Finale geschafft habe. Ich kann morgen sicher noch ein wenig schneller schwimmen, wenn ich es gescheiter mache. Dann kann man schon auch Richtung Medaille schauen. Aber das ist immer Tagesverfassung. Da wird es wieder um ein paar Hundertstel gehen. Wenn ich dann wieder so eine Wende mache, wie jetzt, wie bei der dritten Länge, dann kann ich es vergessen. Aber ich glaube, morgen mache ich das sicher ganz gut.“
OSV-Programm Donnerstag
FINALE
100 Lagen
Heiko Gigler – 51,60 – BRONZE-Medaille
Luka Mladenovic – 51,63 (4.)
SEMIFINALE
200 Brust
Luka Mladenovic – 2:03,43 (als 4. im Finale 19:19) – Ö-Rekord
100 Schmetterling
Simon Bucher – 49,92 (als 5. im Finale 19:55)
Lukas Edl – 50,71 (13.)
OSV-Programm Freitag
200 Lagen
Aviva Hollinsky, Nida Omid
Christian Giefing, Bernhard Reitshammer, Noah Zemansky
800 Freistil
Luca Karl
100 Freistil
Iris Julia Berger, Marlene Kahler
Lukas Edl, Christian Giefing, Heiko Gigler, Alexander Trampitsch