Das Feld bei der EM in Paris ist extrem dicht, das wusste man im Vorfeld. Und der erste Tag der Schwimm-Bewerbe verläuft für den OSV auch leider enttäuschend. Keiner des OSV-Teams schafft den Aufstieg in die Final-Session am Abend, was schon sehr lange nicht mehr der Fall war. Simon Bucher, der zuletzt in Belgrad über 50 Schmetterling Silber gewonnen hat, scheidet als 34. ebenso aus wie Lukas Edl, der als 28. schnellster OSV-Starter war. Auch die vier Brust-Starter scheitern im Vorlauf. Luka Mladenovic belegt als Bester Rang 21 und ist zweite Reserve. Die 4x200 Freistil-Staffel der Damen mit Iris Julia Berger, Aviva Hollinsky, Marlene Kahler und Nida Omid schwimmt mit 8:04,27 neuen Ö-Rekord, belegt Rang 12 und verbessert die alte Bestmarke von Kazan 2015 um eine Sekunde (8:05,23). Der ORF überträgt alle EM-Bewerbe LIVE. Die Vorläufe mit allen OSV-Starts in ORF 1 (ab 9:20 Uhr), die Final-Sessions in ORF Sport+ (ab 18:30 Uhr).
Mladenovic: „Ich stecke meinen Kopf jetzt nicht in den Sand“
Die Enttäuschung war beim Team natürlich große. Vor allem auch bei Luka Mladenovic, die sich über 100 Brust zumindest das Semifinale erwartet hat: „Ich bin auch überrascht. Mit 1:00,28 nicht im Semifinale zu stehen, das war bei der letzten EM nicht der Fall. Es ist ein starkes Feld, aber es ist enttäuschend, weil ich glaube, ich hätte mehr drauf am Nachmittag. Kann man nichts machen. Es war voll Kanne, aber 100 Brust am Vormittag ist bei mir immer deutlich langsamer. Ich bin trotzdem voll geschwommen und habe alles gegeben. Es hat leider nicht gereicht. Ich stecke meinen Kopf jetzt nicht in den Sand. Ein schlechtes Rennen war es nicht. Am Vormittag, denke ich, war es sogar personal best. Ich bin gespannt, wie dann die 200 gehen ,und freue mich auf die nächsten Rennen.“
Bucher: „Das jetzt war zu hektisch und nichts Gescheites“
Simon Bucher hat nach seiner Silbermedaille über 50 Schmetterling in Belgrad hier zumindest mit dem Semifinale gerechnet: „Ich habe mich in der Vorbereitung relativ gut gefühlt. 23,7 ist ein Scheiß. Keine Ahnung, was ich fürs Semifinale gebraucht hätte. Aber da war ich sowieso meilenweit weg. Jetzt konzentrieren wir uns auf den 100er und schauen, was da geht. Rückschlüsse aus diesem Rennen kann man keine ziehen. Entweder es funktioniert oder nicht. Wenn ich meinen normalen 100er Zug habe, kann es sein, dass ich genau die gleiche Zeit angehen kann. Aber das jetzt war zu hektisch und war nichts Gescheites.“
Edl: „Ich gehe trotzdem mit einem guten Gefühl in die nächsten Rennen“
Lukas Edl haben nur knapp drei Zehntel auf das Semi gefehlt: „Eigentlich bin ich ganz zufrieden. Start und Übergang waren nicht ganz perfekt. Der Anschlag hat mich dann die zwei, drei Zehntel gekostet, die es gebraucht hätte für das Semifinale. Ich bin zufrieden und gehe mit einem guten Gefühl in die nächsten Rennen. Ich gehe davon aus, dass für die 100 Schmetterling das Gefühl in diesem Becken da ist. Ich muss mich noch umgewöhnen auf das tiefere Becken was Übergang und den Start angeht. Aber ich schwimme ja Freistil und Rücken auch. Demnach habe ich noch genügende Versuche zu zeigen, was ich kann.“
OSV-Programm, Montag, 10.8.
400 Lagen
Noah Zemansky – 4:19,47 (14.)
Philipp Rizek – 4:28,69 (22.)
100 Freistil
Iris Julia Berger – 54,98 (24.)
50 Schmetterling
Lukas Edl – 23,56 (28.)
Simon Bucher – 23,72 (34.)
Viktor Kopf – 24,83 (71.)
Christian Giefing – 25,33 (74.)
100 Brust
Luka Mladenovic – 1:00,28 (21. – 2.Reserve)
Valentin Bayer – 1:00,76 (29.)
Bernhard Reitshammer – 1:01,06 (36.)
Laurin Korber-Perner – 1:02,22 (54.)
4x200 Freistil Damen
Iris Julia Berger, Aviva Hollinsky, Marlene Kahler, Nida Omid – 8:04,27 (12.) Ö-Rekord